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Google Ads

Warum bringt mein Google-Ads-Konto Klicks, aber keine Anfragen?

In den meisten Fällen, weil ein erheblicher Teil der Klicks von Suchanfragen kommt, die nie zu einem Auftrag führen können: Ausbildungs- und Gehaltssuchen, Do-it-yourself-Anleitungen, Gebrauchtangebote, Ersatzteile, Namen von Wettbewerbern. Ohne Ausschlusslisten gehen dafür je nach Branche zehn bis dreißig Prozent des Budgets weg. Der Suchbegriffsbericht im Konto zeigt genau, welche Anfragen tatsächlich Klicks ausgelöst haben – dort beginnt jede Aufräumaktion.

Veröffentlicht: 2026-09-10

Die Standardliste für regionale Konten

Diese Begriffe kosten in fast jedem regionalen Konto Geld und gehören vor dem Start ausgeschlossen:

Beschäftigung: Ausbildung, Azubi, Job, Jobs, Stelle, Stellenangebot, Gehalt, Verdienst, Praktikum, Umschulung, Bewerbung, Minijob

Eigenleistung: selber machen, selbst machen, Anleitung, Tutorial, DIY, Bauanleitung, Video, YouTube

Beschaffung statt Dienstleistung: kaufen, gebraucht, mieten, Ersatzteil, Zubehör, Baumarkt, Amazon, eBay, Kleinanzeigen

Wissen statt Auftrag: was ist, Bedeutung, Definition, Wikipedia, Studium, Prüfung, Erfahrungen Forum

Umsonst: kostenlos, gratis, umsonst, Muster, Vorlage, PDF

Dazu kommen branchenspezifische Listen. Ein Maler schließt „Malkurs” und „Kunst” aus, ein Schlüsseldienst „Schlüsselanhänger”, ein Steuerberater „Steuererklärung selber machen” und „Elster”.

Der Suchbegriffsbericht ist die Quelle

Ausschlusslisten aus Vorlagen sind ein Anfang, nicht die Lösung. Was ein Konto tatsächlich kostet, steht im Suchbegriffsbericht: die realen Formulierungen, mit denen Menschen gesucht haben, bevor sie auf die Anzeige geklickt haben.

Zu lesen ist er in dieser Reihenfolge:

  1. Nach Kosten sortieren, nicht nach Klicks.
  2. Alles ansehen, was Kosten verursacht und null Conversions hat.
  3. Prüfen, ob die Anfrage überhaupt zum Auftrag führen kann – wenn nein, ausschließen.
  4. Bei Anfragen, die passen aber teuer sind, nicht ausschließen, sondern das Gebot senken oder die Zielseite verbessern.

Der dritte Punkt ist der wichtige: Ausgeschlossen wird, was strukturell nicht passt, nicht was in diesem Monat zufällig nicht konvertiert hat.

Die drei Keyword-Optionen

Ein großer Teil der Fehlausspielungen stammt nicht von fehlenden Ausschlüssen, sondern von zu weit gefassten Keyword-Optionen. „Weitgehend passend” liefert bei einem Elektrobetrieb zuverlässig Anfragen zu Elektroautos, Elektroinstallation im Studium und Elektroschrott.

Für regionale Konten hat sich bewährt: mit „passender Wortgruppe” und „genau passend” starten, „weitgehend passend” erst dazunehmen, wenn Conversions gemessen werden und genug Daten da sind. Andersherum – breit starten und später einengen – ist der teurere Weg, auch wenn er in vielen Anleitungen steht.

Geografie ist auch ein Ausschluss

Der zweite große Posten sind Klicks aus Gebieten, die der Betrieb nicht bedient. Zwei Einstellungen entscheiden:

Der Radius. Ein Kreis von 50 Kilometern klingt großzügig und produziert Anfragen, die abgelehnt werden. Der Radius gehört an die tatsächlich zumutbare Anfahrt – in Flächenländern eher an eine Ortsliste als an einen Kreis.

Die Standortoption. In der Standardeinstellung spielt Google Anzeigen auch Menschen aus, die sich lediglich für das Zielgebiet interessieren – etwa jemandem in Hamburg, der über einen Umzug nach München nachdenkt. Für regionale Dienstleister ist die Einstellung „Anwesenheit im Zielgebiet” fast immer die richtige.

Was Ausschlüsse nicht reparieren

Wenn nach der Aufräumaktion die Klicks passen und trotzdem keine Anfragen kommen, liegt es nicht mehr am Konto, sondern an der Zielseite. Eine Anzeige, die auf die Startseite führt, verliert die meisten Besucher innerhalb weniger Sekunden. Wie eine Zielseite aussieht, die trägt, steht in Regionale SEO – die Anforderungen sind dieselben, ob der Besucher aus einer Anzeige oder aus den organischen Treffern kommt.

Wie wir Konten aufbauen und laufend steuern, steht auf der Seite zu Google Ads.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man den Suchbegriffsbericht prüfen?

In den ersten vier Wochen zweimal pro Woche, danach alle ein bis zwei Wochen. Neue Formulierungen tauchen laufend auf, besonders wenn Google die Ausspielung erweitert.

Kann man zu viel ausschließen?

Ja. Wer pauschal „günstig" oder „Preis" ausschließt, verliert Anfragen von Menschen, die kaufbereit sind und nur den Rahmen wissen wollen. Ausgeschlossen wird, was nachweislich nicht konvertiert, nicht was unpassend klingt.

Gelten Ausschlüsse auch für Performance Max?

Inzwischen ja, Ausschluss-Keywords lassen sich auf Kontoebene hinterlegen und wirken auch dort. Die Steuerung bleibt aber gröber als in Suchkampagnen.

Was ist mit Klicks von Mitbewerbern?

Die gibt es, und sie lassen sich nicht verhindern. Ihr Anteil wird meist überschätzt; im Suchbegriffsbericht fallen sie kaum ins Gewicht. Google filtert offensichtlich ungültige Klicks selbst heraus und erstattet sie.

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