Die Standardliste für regionale Konten
Diese Begriffe kosten in fast jedem regionalen Konto Geld und gehören vor dem Start ausgeschlossen:
Beschäftigung: Ausbildung, Azubi, Job, Jobs, Stelle, Stellenangebot, Gehalt, Verdienst, Praktikum, Umschulung, Bewerbung, Minijob
Eigenleistung: selber machen, selbst machen, Anleitung, Tutorial, DIY, Bauanleitung, Video, YouTube
Beschaffung statt Dienstleistung: kaufen, gebraucht, mieten, Ersatzteil, Zubehör, Baumarkt, Amazon, eBay, Kleinanzeigen
Wissen statt Auftrag: was ist, Bedeutung, Definition, Wikipedia, Studium, Prüfung, Erfahrungen Forum
Umsonst: kostenlos, gratis, umsonst, Muster, Vorlage, PDF
Dazu kommen branchenspezifische Listen. Ein Maler schließt „Malkurs” und „Kunst” aus, ein Schlüsseldienst „Schlüsselanhänger”, ein Steuerberater „Steuererklärung selber machen” und „Elster”.
Der Suchbegriffsbericht ist die Quelle
Ausschlusslisten aus Vorlagen sind ein Anfang, nicht die Lösung. Was ein Konto tatsächlich kostet, steht im Suchbegriffsbericht: die realen Formulierungen, mit denen Menschen gesucht haben, bevor sie auf die Anzeige geklickt haben.
Zu lesen ist er in dieser Reihenfolge:
- Nach Kosten sortieren, nicht nach Klicks.
- Alles ansehen, was Kosten verursacht und null Conversions hat.
- Prüfen, ob die Anfrage überhaupt zum Auftrag führen kann – wenn nein, ausschließen.
- Bei Anfragen, die passen aber teuer sind, nicht ausschließen, sondern das Gebot senken oder die Zielseite verbessern.
Der dritte Punkt ist der wichtige: Ausgeschlossen wird, was strukturell nicht passt, nicht was in diesem Monat zufällig nicht konvertiert hat.
Die drei Keyword-Optionen
Ein großer Teil der Fehlausspielungen stammt nicht von fehlenden Ausschlüssen, sondern von zu weit gefassten Keyword-Optionen. „Weitgehend passend” liefert bei einem Elektrobetrieb zuverlässig Anfragen zu Elektroautos, Elektroinstallation im Studium und Elektroschrott.
Für regionale Konten hat sich bewährt: mit „passender Wortgruppe” und „genau passend” starten, „weitgehend passend” erst dazunehmen, wenn Conversions gemessen werden und genug Daten da sind. Andersherum – breit starten und später einengen – ist der teurere Weg, auch wenn er in vielen Anleitungen steht.
Geografie ist auch ein Ausschluss
Der zweite große Posten sind Klicks aus Gebieten, die der Betrieb nicht bedient. Zwei Einstellungen entscheiden:
Der Radius. Ein Kreis von 50 Kilometern klingt großzügig und produziert Anfragen, die abgelehnt werden. Der Radius gehört an die tatsächlich zumutbare Anfahrt – in Flächenländern eher an eine Ortsliste als an einen Kreis.
Die Standortoption. In der Standardeinstellung spielt Google Anzeigen auch Menschen aus, die sich lediglich für das Zielgebiet interessieren – etwa jemandem in Hamburg, der über einen Umzug nach München nachdenkt. Für regionale Dienstleister ist die Einstellung „Anwesenheit im Zielgebiet” fast immer die richtige.
Was Ausschlüsse nicht reparieren
Wenn nach der Aufräumaktion die Klicks passen und trotzdem keine Anfragen kommen, liegt es nicht mehr am Konto, sondern an der Zielseite. Eine Anzeige, die auf die Startseite führt, verliert die meisten Besucher innerhalb weniger Sekunden. Wie eine Zielseite aussieht, die trägt, steht in Regionale SEO – die Anforderungen sind dieselben, ob der Besucher aus einer Anzeige oder aus den organischen Treffern kommt.
Wie wir Konten aufbauen und laufend steuern, steht auf der Seite zu Google Ads.