Die Suche verteilt sich auf viele mittelgroße Orte statt auf ein Zentrum. Wer nur auf „Stuttgart“ optimiert, verliert die Anfragen aus Ludwigsburg, Esslingen und Waiblingen – und das sind zusammen mehr. Für Zuliefererbetriebe kommt hinzu, dass ein Teil der Anfragen englischsprachig gestellt wird.
Im Alpenraum und in den Mittelgebirgen ist die Suche saisonal: Gastgewerbe, Ferienwohnungen und Freizeitanbieter erleben zwei Spitzen im Jahr, dazwischen fällt das Volumen deutlich ab. Wer die Seiten erst im Mai fertig hat, verpasst die Buchungssuche, die im Februar läuft.
Stadtweite Suchbegriffe wie „Elektriker Berlin“ sind praktisch unerreichbar und bringen zudem Anfragen quer über 45 Kilometer Stadtgebiet. Der Ertrag liegt auf Bezirks- und Ortsteilebene: „Elektriker Pankow“, „Steuerberater Steglitz“. Diese Anfragen haben Volumen und einen Bruchteil des Wettbewerbs.
Im Umland konkurrieren Brandenburger Betriebe direkt mit Berliner Anbietern, die auf das Umland mitwerben. Weiter draußen ist das Suchvolumen je Ort klein, dafür ist die erste Position oft frei – und ein Betrieb, der zwanzig Orte in seinem Landkreis sauber abbildet, sammelt das Volumen ein, das einzeln unscheinbar wirkt.
Der Suchmarkt ist überschaubar, das Volumen entsprechend begrenzt – dafür sind die Positionen erreichbar. Wer zusätzlich das niedersächsische Umland bedient, muss Orte wie Delmenhorst, Achim und Weyhe eigenständig abbilden; sie fallen nicht unter „Bremen“.
Wie in Berlin liegt der Ertrag unterhalb der Stadtebene: „Zahnarzt Eimsbüttel“ ist erreichbar, „Zahnarzt Hamburg“ in aller Regel nicht. Die Elbe teilt den Markt zusätzlich – Harburg verhält sich in der Suche wie eine eigene Stadt.
Rhein-Main ist ein zusammenhängender Suchmarkt über Stadtgrenzen hinweg: Wer in Offenbach sitzt, wird aus Frankfurt, Hanau und Neu-Isenburg angefragt. In Nordhessen ist der Markt kleiner und deutlich weniger umkämpft – Kassel verhält sich wie ein eigenständiges Zentrum, nicht wie ein Vorort von Frankfurt.
Der Suchmarkt ist stark saisonal und wird von Gästen dominiert, die nicht vor Ort wohnen: Anfragen zu Unterkünften, Ausflügen und Dienstleistungen kommen aus Berlin, Hamburg und Sachsen. Für Beherbergung und Freizeit entscheidet der Zeitraum Januar bis März über die Sommersaison.
Es gibt kein dominierendes Zentrum: Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück sind eigene Suchmärkte mit je eigenem Wettbewerb. Eine landesweite Seite bringt wenig – gebraucht werden mehrere regionale Anlaufpunkte, sauber getrennt.
Nirgends ist die Konkurrenz um regionale Suchbegriffe größer. Dafür liegen die Städte so dicht, dass ein Betrieb mit 20 Kilometern Radius fünf eigenständige Suchmärkte bedient – Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Dortmund sind fünf Seiten, nicht eine.
Zwei Besonderheiten: Der Suchmarkt in Mainz und Ludwigshafen gehört faktisch zu Rhein-Main beziehungsweise Rhein-Neckar und wird von dort mitbedient. In Trier und der Westpfalz kommen Anfragen aus dem benachbarten Ausland – für Betriebe, die dort arbeiten, lohnt eine französischsprachige oder luxemburgische Ansprache.
Wegen der kurzen Wege suchen Menschen hier landesweit statt ortsbezogen: „im Saarland“ ist eine reale Suchformulierung, anders als „in Niedersachsen“. Ein Betrieb kann das ganze Land als Einzugsgebiet abbilden, ohne unglaubwürdig zu wirken.
Leipzig wächst am stärksten und hat den härtesten Wettbewerb, Dresden ist stabil, Chemnitz und das Vogtland sind offen. Wer in Sachsen arbeitet, braucht drei eigenständige Stadtauftritte – ein gemeinsamer Landesauftritt greift in keiner der drei Städte.
Halle und Leipzig bilden faktisch einen gemeinsamen Suchmarkt über die Landesgrenze hinweg – wer in Halle sitzt, konkurriert mit Leipziger Anbietern. In der Altmark und im Burgenlandkreis ist das Volumen klein, die Positionen dafür oft unbesetzt.
Der Süden – Norderstedt, Pinneberg, Ahrensburg, Elmshorn – wird von Hamburger Anbietern mitbeworben und ist entsprechend umkämpft. Nordfriesland, Dithmarschen und die Ostseeküste sind eigene, deutlich ruhigere Märkte mit starker Saison.
Die Städtekette Eisenach–Gotha–Erfurt–Weimar–Jena–Gera liegt entlang einer Achse; Betriebe bedienen darauf mehrere Orte mit kurzer Anfahrt. Das ist eine Struktur, die sich fast eins zu eins in Ortsseiten übersetzen lässt.