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Kosten

Was kostet SEO-Betreuung für einen kleinen oder mittleren Betrieb?

Für einen regionalen Betrieb liegt der einmalige Aufbau je nach Umfang zwischen etwa 1.000 € und 4.000 €, die laufende Betreuung zwischen 300 € und 1.500 € im Monat. Angebote unter 200 € im Monat decken erfahrungsgemäß nur automatisierte Berichte ab, nicht Arbeit an der Website. Angebote über 2.000 € im Monat sind für einen Betrieb mit einem Standort und drei Leistungen kaum zu füllen. Entscheidend ist nicht der Betrag, sondern was im Angebot als konkrete Leistung benannt ist.

Veröffentlicht: 2026-09-10

Die üblichen Spannen

Im regionalen Mittelstand haben sich zwei Bausteine eingebürgert: ein einmaliger Aufbau und eine monatliche Betreuung.

Umfang Aufbau einmalig Betreuung monatlich
Ein Standort, ein bis zwei Leistungen 1.000 – 1.800 € 300 – 600 €
Ein Standort, drei bis fünf Leistungen, mehrere Orte 1.800 – 3.000 € 500 – 900 €
Mehrere Standorte oder umkämpfte Großstadt 3.000 – 6.000 € 900 – 2.000 €

Diese Zahlen sind Marktbeobachtung, keine Preisliste. Unsere eigenen Preise stehen offen auf der Preisseite – wir bewegen uns bewusst im unteren Teil dieser Spannen, weil die Struktur schlank ist.

Was im Aufbau enthalten sein sollte

Ein Aufbau, der diesen Namen verdient, umfasst mindestens:

  • Bestandsaufnahme mit Zahlen: indexierte Seiten, aktuelle Positionen, Suchvolumen im Gebiet, Wettbewerber
  • technische Prüfung und Korrektur der blockierenden Punkte
  • eine Seitenstruktur, die keine doppelten Zielanfragen enthält
  • die erste Fassung der wichtigsten Seiten inklusive Texte
  • Einrichtung der Messung (Search Console, Analyse, Formular- und Anrufmessung)
  • Ordnung im Unternehmensprofil

Fehlen die Texte in dieser Liste, wird der teuerste Teil auf den Kunden geschoben – und genau daran scheitern die meisten Projekte.

Was die laufende Betreuung leistet

Hier trennt sich das Feld. Eine tragfähige Betreuung enthält Arbeit an der Website: neue Seiten, überarbeitete Texte, interne Verlinkung, Aufbau von Verweisen, Reaktion auf Positionsverluste. Dazu einen monatlichen Bericht, der Zahlen einordnet statt sie nur zu zeigen.

Was zu oft dahintersteckt: ein automatisch erzeugter PDF-Bericht mit Rankingpositionen und ein Anruf im Quartal. Das ist bei 250 € im Monat kein Schnäppchen, sondern bezahlte Untätigkeit.

Ein einfacher Test vor Vertragsschluss: Fragen Sie, was im dritten Monat konkret passiert. Wer darauf keine Antwort in Form von Arbeitsschritten geben kann, hat keinen Plan, sondern ein Abonnement.

Woran man ein schlechtes Angebot erkennt

  • Ranking-Garantien. Nicht möglich, also unseriös.
  • Feste Linkpakete. „50 Backlinks im Monat” beschreibt Einkauf, nicht Arbeit – und wirkt seit Jahren nicht mehr, siehe Likes, Klicks und Backlinks kaufen.
  • Lange Mindestlaufzeiten. 24 Monate ohne Kündigungsmöglichkeit schützen den Anbieter, nicht das Ergebnis.
  • Zugänge auf den Namen der Agentur. Konten und Profile gehören dem Betrieb. Wer sie behalten will, baut eine Abhängigkeit auf, die beim Wechsel teuer wird.
  • Keine Nennung dessen, was nicht gemacht wird. Ein Angebot, das alles verspricht, hat keine Prioritäten.

Was der Betrieb selbst beisteuert

Zwei Dinge lassen sich nicht einkaufen: Fotos aus dem eigenen Betrieb und fachliche Antworten. Wer beides liefert, bekommt Seiten, die nach seinem Betrieb klingen. Wer beides nicht liefert, bekommt Texte von der Stange – unabhängig davon, was die Betreuung kostet. Rechnen Sie mit ein bis zwei Stunden im Monat auf Ihrer Seite.

Die Rechnung, die am Ende zählt

Nicht der Monatsbeitrag entscheidet, sondern der Preis pro gewonnenem Auftrag. Bei 600 € Betreuung und acht zusätzlichen Anfragen im Monat, von denen jede dritte zum Auftrag wird, kostet ein Auftrag rund 225 €. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.500 € ist das klar tragfähig, bei 300 € nicht.

Diese Rechnung sollte im Angebot stehen, nicht erst im zwölften Monat aufgestellt werden.

Häufige Fragen

Warum nennen viele Agenturen keine Preise?

Teils, weil der Aufwand tatsächlich schwankt, teils, weil der Preis am Verhandlungsspielraum ausgerichtet wird. Eine Spanne mit Erklärung, wovon sie abhängt, lässt sich immer nennen – wer das verweigert, hat meist einen anderen Grund.

Ist eine Erfolgsbeteiligung sinnvoll?

Selten. Sie klingt fair, setzt aber Anreize für kurzfristige Kennzahlen und erfordert eine gemeinsame Definition von Erfolg, über die im Streitfall niemand einig wird. Festes Honorar plus offene Berichte ist der einfachere Weg.

Was ist bei einem Stundensatz üblich?

Zwischen 90 € und 160 € netto bei kleineren Anbietern, deutlich darüber bei größeren Agenturen. Wichtiger als der Satz ist, wie viele Stunden im Monat tatsächlich anfallen und was in ihnen passiert.

Lohnt sich SEO für einen sehr kleinen Betrieb?

Nicht immer. Bei einem Einzugsgebiet mit wenigen hundert Suchanfragen im Monat und niedrigen Auftragswerten kann ein gepflegtes Unternehmensprofil plus eine gute Seite bereits die sinnvolle Obergrenze sein.

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